Ameisen im Schulunterricht

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PogueMahone
Ameisenhalterneuling
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Ameisen im Schulunterricht

Beitrag von PogueMahone »

Hallo liebe Ameisenfreunde,

ich bin Lehrerin an einer Schule für Kinder mit geistiger Behinderung und im Lehrplan für Sachunterricht steht das Thema Ameisen an. Da ist klar, dass unbedingt echte Ameisen her müssen, die ich nach dem Schulprojekt auch zu Hause weiter halten möchte. Ich habe allerdings bisher keine Erfahrung mit Ameisen.
Bei mir steht eine Prüfungsstunde an, in der ich gerne das Fressverhalten von Ameisen thematisiern möchte.
Ich bin mir unsicher, welche Art geeignet wäre. Kriterien sind:
-eine Art ohne Winterruhe, da meine Prüfungsstunde wohl im März stattfindet und ich die Tiere vorher kennen lernen möchte
- möglichst robust und einfach zu halten, weil Anfänger
- möglichst große Ameisen, da besser erkennbar durch die Schüler
- eindeutiges Fressverhalten: Welche Nahrung bevorzugen sie? Dies möchte ich in meiner Prüfungsstunde als Versuch durchführen.

-welche Arten kommen in Frage?
- wie lange dauert es ca, bis die Ameisen eine Futterquelle wahrnehmen und nutzen? (Farm und seperate Arena)
- wie viele Ameisen brauche ich, um einen sichtbaren Effekt zu erzielen?
Ich bin auch für weitere Anregungen und Tipps offen, an die ich vielleicht noch gar nicht gedacht habe. Also immer her damit :-)

Viele Grüße :-)
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Kalinova
Halter
Beiträge: 1198
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Re: Ameisen im Schulunterricht

Beitrag von Kalinova »

Hallo und herzlich willkommen bei uns im Forum :)

Exotische Camponotus könnten dafür geeignet sein. Allerdings sollte die Kolonie, so denke ich, schon einige hundert Arbeiter haben um sichtbare Ergebnisse zu erzielen aber solche Kolonien können, glaube ich, auch recht teuer sein.Camponotus haben im allgemeinen recht große Arbeiter und es gibt auch Arten die für Anfänger geeignet sind - z.B. mal bei den Afrikanern nachschauen.

Welche Nahrung soll denn angeboten werden?

Eine andere Idee wäre eine Freilandbeobachtung von ortsansässigen Ameisen - allerdings kann es sein das diese (abhängig von der Temperatur) im März noch nicht wirklich aktiv sind.

Vielleicht findet sich auch ein Halter aus der Umgebung der eine Kolonie vorstellen würde- wo steht denn die Schule? Vielleicht kann man auch bei der Ameisenschutzwarte oder anderer Stelle nachfragen ob eine Führung zu einem Waldameisennest (ein tolles Beispiel für die Fähigkeiten einer Ameisenkolonie) möglich wäre :confused: ... wobei ich mich auch grad frage ob man die überhaupt füttern darf weil die ja unter Schutz stehen - ich glaube eher nicht.

Sicherlich gibt es noch andere Ideen von anderen Usern.
Meine erste Ameise: Lasius niger -> weisellos abgegeben für Chthonolasius Gründungsversuch
Aktuelles Volk: Camponotus cosmicus

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Harry4ANT
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Re: Ameisen im Schulunterricht

Beitrag von Harry4ANT »

Was die Größe der einzelnen Ameise angeht ist Camponotus sicher eine gute Wahl.

Wenn es aber darum geht möglichst schnell größere Mengen und auch etwas Action zu sehen, sprich Aktivität in der Arena, aggressives Jagdverhalten (eventuell Lebendfütterung ?) und mehrere Königinnen, Soldatenkasten usw. würde ich zu Pheidole greifen.
Die gibt es auch als größere Kolonie relativ günstig z.B. könnte man zur Zeit in einem Shop 6 Gynen und ca. 4-500 Arbeiterinnen von Pheidole megacephala kaufen für ca. 100€.
Die vermehren sich sehr schnell, so das bis März wirklich was geboten wäre.

Nachteil ist, dass sie relativ klein sind, machen dies aber durch ihre Gruppendynamik locker wett. Zusätzlich gibt es ja noch Handlupen, wenn man einzelne Ameisen im Detail genauer betrachten will.

Sind prinzipiell auch Anfänger geeignet, man sollte aber auf guten Ausbruchschutz bzw. sicher schließende Deckel achten.
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trailandstreet
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Re: Ameisen im Schulunterricht

Beitrag von trailandstreet »

Möglichst groß ist zwar ein gutes Argument, um einzelne Ameisen schön sehen zu können, allerdings ist es da eher so, dass die großen Ameisen, wie Camponotus auch eher einzeln furagieren und auch das Futter meist einzeln eintragen. Da sieht man nicht viel von Rekrutierung usw.
Man müsste dann schon große Futtertiere wie adulte Schaben füttern.
Ausserdem fallen richtig tropische Camponotus für einen Anfänger wohl aus, da der Aufwand mit Heizung etc wohl zu groß wird.
Diese legen ja auch ein ziemliches Wachstum an den Tag und dann wird die Anlage, wenn sie nicht dauernd dort in der Schule installiert bleiben soll wohl zu groß.

Was das Rekrutierverhalten angeht, wäre hier vielleicht eher eine südländische Serviformica besser. Die wäre auch noch nicht zu klein nur die Koloniegröße könnte auch irgendwann den Rahmen sprengen.

Arten wie Aphaenogaster, die mir jetzt einfallen, die nicht so große Völker bilden, sind jetzt wieder etwas schwach in dieser Hinsicht.

Etwas anderes wäre aber auch zB eine Lasius niger mit umgekehrten oder versetztem Rhythmus. Das brauch allerdings auch Zeit um es vorzubereiten.
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Harry4ANT
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Re: Ameisen im Schulunterricht

Beitrag von Harry4ANT »

Die Tage hat ein neuer Shop aufgemacht - der verkauft und vermietet Komplett Sets, also eingelebte Kolonien inklusive eingerichteter Formicarien.
Hat sogar eine extra Rubrik für "Ameisen im Unterricht".
PogueMahone
Ameisenhalterneuling
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Re: Ameisen im Schulunterricht

Beitrag von PogueMahone »

Vielen Dank für eure Antworten, das hat mir schon mal weiter geholfen. Wie komme ich zu diesem neuen Shop? Ich habe bisher nichts in die Richtung gefunden. Eine eingelebte Kolonie wäre nämlich perfekt, mit 10 Arbeiterinnen ist der Effekt wohl kaum spektakulär. Eine interessante Gruppendynamik ist mir für den Unterricht nicht so wichtig, das wäre für die Schüler ohnehin zu komplex. Ich werde mich eher für eine größere Art entscheiden, Camponotus barbaricus gefällt mir ganz gut, allerdings habe ich noch keine größeren Kolonien gefunden.
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Harry4ANT
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Re: Ameisen im Schulunterricht

Beitrag von Harry4ANT »

https://www.ameisenhaltung.ch/

Vielleicht wären die Camponotus nicobarensis in dem Ytong Nest etwas ?
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